regelmäßige Fahrzeugpflege

Warum eine regelmäßige Fahrzeugpflege wichtig ist

Das geflügelte Wort: „Das Auto ist des Deutschen liebstes Kind“ entstand als Slogan der Wirtschaftswunderzeit in den 1950er und 1960er Jahren und geht wahrscheinlich auf eine Werbekampagne der Ford-Werke in Deutschland zurück. Dahinter steht die Idee, dass es viele Menschen gibt, die ihr Auto hegen und pflegen und nicht selten auch emotional mit ihrem Fahrzeug verbunden sind.

Unabhängig davon, man zu seinem Auto steht: Um es möglichst lange optisch und technisch in einem guten Zustand zu halten, ist eine regelmäßige Fahrzeugpflege unerlässlich. Wie oft sollte das stattfinden und was sollte man dabei beachten, um die Betriebssicherheit zu gewährleisten und Wertverlust zu vermeiden?

Wie oft sollte man sein Auto Waschen?

Eine regelmäßige Autowäsche ist wichtig, wenn auch, wie bereits erwähnt, nicht alles. Insbesondere im Winter ist es notwendig, den Unterboden und die Radläufe von aggressivem Streusalz zu befreien. In welchen Intervallen die Autowäsche erfolgen sollte, hängt vor allem von der Jahreszeit und dem Standort des Fahrzeugs ab. Empfohlen wird häufig: 

– Stadtverkehr (regelmäßig): alle 2–4 Wochen

– Häufige Autobahn- und Landstraßenfahrten: alle 1–2 Wochen

– Winterbetrieb mit Streusalz: mindestens wöchentlich

– Ländliche Umgebung oder je nach Verschmutzung: meist alle 1–2 Wochen

– Bei Abstellung in der Garage selten: etwa alle 4–8 Wochen

Darüber hinaus empfiehlt es sich, etwa zweimal im Jahr, idealerweise im Frühjahr und Herbst, eine gründliche „Tiefenreinigung“ vorzunehmen, um das Fahrzeug nicht nur äußerlich zu pflegen, sondern auch die restlichen Bestandteile. Ein solches Großreinemachen beginnt zunächst mit einer Reinigung der Felgen und Reifen.

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Felgen und Reifen

Um Bremsstaub und Verschmutzungen zuverlässig von den Felgen zu entfernen, empfiehlt sich die Verwendung eines speziellen Felgenreinigers. Dieser wird auf die Felge aufgetragen und nach einer gewissen Einwirkzeit, mit klarem Wasser abgespült. Sollte weiterhin Schmutz anhaften, kann dieser mit einem weichen Schwamm und einem milden Reinigungsmittel entfernt werden. Um die Reifen zu reinigen und Materialversprödung vorzubeugen, reicht in der Regel schon eine Kombination aus warmem Wasser, einem milden Reinigungsmittel und einer Reifenbürste.   

Außenwäsche

Die Außenwäsche umfasst die Reinigung der Karosserie, der Außenseite der Fenster, der Felgen, der Reifen und bei Bedarf auch das anschließende Wachsen oder Versiegeln des Lacks. Wichtig ist vor allem eine gründliche Vorwäsche, um hartnäckige Verschmutzungen von Lack und Scheiben zu lösen. Insbesondere Insektenrückstände lassen sich nur schwer mit herkömmlichen Mitteln entfernen, einfacher geht es mit einem Insektenreiniger für das Auto.

Nach der Vorwäsche genügt prinzipiell eine Fahrt durch die Waschanlage, eine Handwäsche ist allerdings empfehlenswerter, da sie lackschonender ist und man so auch an schwer zugängliche Stellen – etwa an Radkästen, die Türpfalzen oder unter die Stoßstange gelangt.

Innenraum und Polster

Bei der Innenraumreinigung gilt es zunächst einmal, sämtliche grobe Dinge, die nicht ins Auto gehören, einzusammeln und zu entsorgen bzw. an die zugehörigen Stellen zu legen. Die Fußmatten werden herausgenommen und für die spätere Reinigung an die Seite gelegt. Nach einer gründlichen Behandlung des Fußbodens mit einem Staubsauger, werden Verunreinigungen an den Verkleidungen und dem Armaturenbrett mit einem Innenraumreiniger oder einem leicht feuchten Schwamm bzw. Mikrofasertuch und einem milden Reinigungsmittel entfernt.  

Die Sitzpolster lassen sich mit einem Mikrofasertuch und einem entsprechenden Reinigungsmittel von Verschmutzungen befreien. Sollten diese hartnäckiger sein, kann ein Nasssauger Abhilfe schaffen. Innenscheiben und Gummiteile benötigen passende Reiniger. Ein oft vergessener Teil der Fahrzeugpflege ist der Kofferraum. Alles, was nicht benötigt wird, sollte entfernt werden, um das Fahrzeuggewicht und damit den Spritverbrauch nicht unnötig zu erhöhen. Nach dem Aussaugen des Kofferraums empfiehlt es sich, den Druck des Reserverads zu prüfen.

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Flüssigkeiten und Elektronik

Was viele vergessen: Zur Fahrzeugpflege gehört auch die Überprüfung der Elektronik und wichtiger Betriebsflüssigkeiten. Dazu zählen eine Sichtprüfung der Elektronik (Licht, Blinker, Warnanzeigen) und eine Kontrolle des Öl- und Kühlflüssigkeitsstands, wobei gegebenenfalls ein Nachfüllen oder ein Austausch erforderlich wird.   

Weitere Informationen zum Thema Fahrzeugpflege finden sich unter folgendem Link.

Fazit

Auto- bzw. Fahrzeugpflege bedeutet mehr, als nur regelmäßig in die Waschbox oder durch die Waschanlage zu fahren, denn das deckt nur einen kleinen Teil der Instandhaltung ab. Viele Probleme treten nicht sofort auf, sondern sind das Ergebnis von falscher Pflege und entstehen häufig, ohne dabei entdeckt zu werden: Rost entsteht oft an Kanten, Radläufen oder dem Unterboden, Gummiteile werden spröde und mangelnde Kontrolle von Flüssigkeiten und Elektronik führen schnell zu Folgeschäden oder gar Sicherheitsrisiken. Wer sein Fahrzeug regelmäßig pflegt und die genannten Hinweise beachtet, sorgt für eine ansprechende Optik und langfristigen Werterhalt.

Peter Mälzer
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